Der Aufbruch beginnt vom Flughafen Hamburg aus. Hier hab ich also das letzte mal für ein Jahr meine Familie persönlich gesehen und dementsprechend schwer ist mir auch der Abschied gefallen. Schließlich ist ein Jahr doch eine ganz schön lange Zeit. aber was wäre das Leben wenn man nicht ab und zu auch einmal etwas hinter sich lässt und Abschied nehmen muss.
So ging es also durch die Sicherheitskontrollen zum Abfluggate nach Frankfurt, wo ich auch schon die ersten bekannten Gesichter von der VBT (Vorbereitungstagung) wiedersehe, aber ebenso auch neue Gesichter von anderen VBTs, die offensichtlich das gleiche Reiseziel hatten.
In Frankfurt angekommen ging auch schon der übliche Reisestress los. Jeder der schon einmal im Frankfurter Flughafen umsteigen musste, weiß wovon ich rede. Für die anderen: Man kann gut und gerne 45 Minuten damit verbringen, um von Gate zu Gate zu kommen, wie in meinem Fall auch.
Auf der Hälfte des Weges zum Gate bekam ich auch schon einen Anruf von Danko, einem Freund von der VBT dessen Blog ich an dieser Stelle noch einmal empfehlen möchte. Da unser Flug von Hamburg aus ohnehin ein wenig Verspätung hatte, machte sich unsere Kontaktperson von YFU am Abfluggate nach Sao Paulo schon sorgen und ließ uns kontaktieren. Letztendlich ist aber alles gutgegangen und wir sind, trotz teilweise relativ starker Turbulenzen über der Nordküste von Brasilien, heil in Sao Paulo gelandet.
Von dort aus ging es dann weiter nach Montevideo und wir hatten während des Fluges schon die Möglichkeit uns mit einem freundlichen Herren, so weit es ging, auf spanisch zu unterhalten. Gelandet am kleinsten Flughafen, den ich bis jetzt gesehen hab, gerade einmal vier verschiedene Gates, ging es weiter in die Passkontrollen und das einreisen ging einfacher als gedacht. Jeder hatte schon einen Stapel von unterlagen bereit gehalten, der, wie sich herausstellte, gar nicht nötig war. man musste einfach den Reisepass vorzeigen einen Fingerabdruck scannen lassen und das war es auch schon. Ab dem Moment ist man für 90 Tage zum Aufenthalt in Uruguay berechtigt. Diese Genehmigung, in Form eines Stempels im Pass, muss man vor Ort verlängern lassen. Man hat jedoch ebenfalls die Möglichkeit, da das Land sehr klein ist und man oft nahe der Landesgrenzen wohnt, aus dem Land kurz aus- und wieder einzureisen. In diesem Fall verlängert sich die Genehmigung automatisch um 90 Tage.
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| Die ersten Bilder aus dem Reisebus |
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| Das gedrängte Jungszimmer |
Wir wurden in zwei großen Zimmern untergebracht: Ein Zimmer für alle Jungs und ein Zimmer für alle Mädchen, das, dadurch das hauptsächlich Mädchen vorhanden waren, so voll war, dass der Flur im Jungszimmer von Koffern der Mädchen blockiert war. Das areal war recht Großzügig und es gab einen kleinen See an den man sich Tagsüber setzen konnte.
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| Der kleine See |
Das Essen dort sollte uns schonmal auf die neue Heimat einstimmen, da es ausschließlich Landestypische Gerichte gab. Da im Camp alle Austauschschüler von YFU waren, die nach Uruguay wollten wurde auf den Aktivitäten und AGs auf Englisch gesprochen. Dennoch war bei den Nationalitäten der Austauschschüler eine deutliche Mehrheit der Deutschen festzustellen. Von ca. 40 Austauschschülern waren etwa 26 Deutsch. Die anderen kamen aus der Schweiz, Belgien, Finnland, Schweden, Norwegen, Estland und Frankreich. In den AGs wurden Themen wie Verhaltensregeln in den Gastfamilien, Situationen in der Öffentlichkeit, in die wir geraten könnten, sprachenbezogene Tipps und Hinweise ebenso wie allgemeine Richtlinien und generelle kulturelle Wichtigkeiten behandelt.
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| Zusammen die letzten Stunden im Camp |
Nach den zwei Tagen letzte Vorbereitung ging es dann zum Busbahnhof, an dem man letzte wichtige Einkäufe tätigen oder Geld tauschen konnte. Von dort aus ging es dann im Bus mit einer Finnin, die im gleichen Ort wie ich untergebracht ist, in die Gastfamilien...




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