Jetzt ein kleiner Beitrag zu einer Reise, die geplant war, aber leider nie Stadtgefunden hat.
Da ich hier in Uruguay von November bis Anfang März Ferien habe, dachte ich man könnte diese Zeit doch gut nutzen, um Jonas (mein Kumpel, dem ich wahrscheinlich 80% aller Blogaufrufe aus Argentinien zu verdanken habe und der jetzt logischerweise in Argentinien sitzt) zu treffen.
Südamerika ist ja bekanntlich nicht gerade einer der kleinsten Kontinente, umso mehr Glück hatten wir, dass wir Luftlinie nur ca. 600 km auseinander wohnen, was im Vergleich zu Südamerika nur ein Katzensprung ist.
Die Idee dazu hatten wir schon letztes Jahr im Oktober irgendwann... Allerdings war das halt ersteinmal nur ein besprochener Plan und nichts konkretes.
Konkreter wurde es dann im Dezember, wo wir unsere Gastfamilien zu dem Thema befragten, damit es auch diesbezüglich keine Probleme gäbe. Leider war der unglückliche Umstand gegeben, dass ich gerade dabei war alles in die Wege zu leiten, meine Gastfamilie zu wechseln, daher konnte das mit der Gastfamilie und ob man auch bei denen ein paar Tage im Haus mit unterkommen könnte, nur von einer Seite zu klären. Zu dem Gastfamilienwechsel aber mehr in einem weiteren Blogeintrag..
So gegen Anfang Januar, legten wir die ersten konkreten Datumszeiträume fest und ich konnte endlich bei meiner Organisation Bescheid sagen. Meine leiblichen Eltern wussten natürlich auch schon davon Bescheid, also würde es auch von der Seite kein Problem geben. Da ich dann eine Mail von YFU bekam zur Mid-Year Orientation (weiterer Blogeintrag), die am 1. Februar am Busbahnhof in Montevideo enden sollte, dachte ich wäre es doch umso praktischer, direkt danach im Anschluss nach Argentinien zu fahren, da ich ohnehin schon in Montevideo war und die ganzen großen Busse gehen eben von Montevideo aus. Als ich dann bei YFU alle relevanten Daten die mir zu der Zeit vorlagen meldete, musste ich erstmal bis ca. den 27. bis ich Januar warten, bis ich eine Antwort bekam.
Nach YFUs Einverständnis konnte ich also mit der Suche nach Bus-Tickets beginnen. Dies war schwerer als gedacht. Ich habe mich auf den Internetseiten der größten Bus-Gesellschaften Uruguays informiert und mehrere Verbindungen nach Rosario (der Stadt in Argentinien, in der Jonas wohnt) gefunden. Das einzige was mich, leider erst nach einem halben Tag Telefonaten und Rumgestöbere im Internet, sehr stutzig gemacht hat war der Preis... was umgerechnet ca. 7€ waren. Für ein Bus-Ticket nach Argentinien. Also rief ich letztendlich nochmal bei der Gesellschafft an, um mich zu erkundigen, ob dies auch wirklich Rosario in Argentinien war, welches gemeint ist. Ich hatte nämlich irgendwo einmal flüchtig gehört, dass es in Uruguay ebenfalls eine Stadt des selben Namens gab.
Und tatsächlich, es war die Stadt in Uruguay gemeint und ich habe auch gleich mich erkundigt, ob die gleiche Gesellschafft denn nicht auch Bus-Tickets nach Rosario in Argentinien hätte. Leider war dies auch nicht der Fall...
Jetzt musste ich also die ganze Suche neu beginnen, nur diesmal musste ich auf den Websites argentinischer Gesellschaften suchen oder zumindest deren uruguayische Partnerorginasationen.
Als ich auch hier nach weiteren Stunden alle möglichen Verbindungen herausgesucht hatte, war das Problem, dass alle Abfahrtzeiten sich zwischen 18:00 und 21:00 platzierten und nicht jeder Bus auch an allen Wochentagen fuhr.
Also rief ich bei YFU an, um zu erfragen, wann wir denn am Busbahnhof in Montevideo ankämen...und wie konnte es anders sein: Planmäßig würden wir erst um 22:00 Uhr in Montevideo am Bus-Terminal ankommen. Das heißt alle rausgesuchten Verbindungen fielen weg. Am darauf folgenden Tag fuhr keiner der Busse und am zweiten darauf folgenden Tag erst um 18:00. Ich hätte also knapp 2 Tage in Montevideo am Bus-Terminal bleiben müssen. Hierzu gaben mir auch meine Eltern ein klares "Nein" zu verstehen. Auch auf meinem Vorschlag, dass ich ja die zwei Nächte bei einem anderen befreundetem Austauschschüler in Montevideo unterkommen könnte, kam ein Nein, was ich durchaus verstehen kann, da ab dem Zeitpunkt ab dem die Busverbindung so ungünstig lag, alles mehr oder weniger notbeholfen zusammengeschustert geworden wäre.
Ein weiterer Punkt, auf den ich von YFU nicht Aufmerksam gemacht worden bin, war der Punkt, dass ich als minderjähriger wahrscheinlich nicht so ohne weitere Dokumente und Sonderbescheinigungen, alleine über die Grenze gelassen worden wäre. Ich hatte vorher bei YFU gefragt, ob es irgendwelche Probleme von wegen Visa, bei der Grenzüberschreitung gäbe, aber den Punkt, dass ich minderjährig bin, habe ich ehrlich gesagt total außer Acht gelassen.
Wie dem auch sei letztendlich kam es leider nicht zum Treffen. Zumindest nicht an diesem Datum. aber wir haben aus der Erfahrung gelernt und wissen es jetzt für den nächsten Versuch besser. Mit der entsprechenden Vorbereitung und den entsprechenden Dokumenten sollte es nämlich rein theoretisch überhaupt kein Problem sein, dieses Treffen in die Tat umzusetzen. Da wir noch ca. 5 Monate Zeit hier haben, werden wir es auf jeden Fall noch zu Stande bekommen und ich denke es sollte kein allzu großes Problem sein sich ein paar Tage von der Schule freistellen zu lassen.
liebe Grüße
Yunis
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen