!Bienvenido en Uruguay!

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Mittwoch, 4. Februar 2015

Endlich ein neuer Blogeintrag !!!

Liebe Leserschaft,

es ist nun gut 3 Monate her, dass ich meinen letzten Blogeintrag verfasst habe...
Eine ziemlich lange Zeit, muss ich mir eingestehen. Endlich Zeit, den Blog mal wieder zu pflegen.
Allerdings nicht ohne vorher ein Résumé über meine Blog-Kontinuität zu ziehen:

Ich hab über diese 3 Monate eindeutig festgestellt, ich bin nicht der Bloggertyp. Kann sein, dass es viele Leute mögen, da es letztendlich auch wie ein Tagebuch ist. Allerdings kann man in einen öffentlichen Blog, wie diesen, weder seine persönlichsten Gefühle preisgeben noch einfach einmal sagen: "Ich schreib den Blog einfach, Rechtschreibung kümmert mich nicht."
Das alles sind Sachen, die es mir erschweren meinen Blog auch wirklich mit Lust und Elan weiterzuführen, bzw. mit einer angemessen Fülle.
Diejenigen, die schonmal einen Blog geschrieben haben, oder immernoch schreiben, werden vielleicht nicht mit mir übereinstimmen, aber ich denke ich doch generell sagen: Es ist deutlich einfacher einen Blog zu schreiben, wenn man ihn immer wieder gerne und auch mit Herzblut schreibt.
Nicht, dass ich etwas gegen Blogs hätte, sonst hätte ich mich wohl kaum dazu entschieden, selbst einen zu schreiben. Damals war es aber auch nur die Faszination an der Sache und auch in gewisserweise der Gruppenzwang, der mich dazu trieb diesen Blog anzulegen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinerlei Erfahrung mit Blogs oder Tagebüchern und mittlerweile erkannt, dass es einfach nicht meine Sache ist. Zumindest jetzt noch nicht, vielleicht ändert sich das ja noch in meinem weiteren Leben.
Ich beantworte zum Beispiel viel lieber private E-Mails, also an Freunde und verwandte an der Stelle, verlasst euch nicht allzusehr auf meinen Blog. Auch wenn diese Logik nicht logisch erscheinen mag, da es rein zeittechnisch viel länger dauert 5 Leuten einzeln zu antworten, als lieber 1 Blog zu schreiben. Aber wenn wir mal ehrlich sind, wer kennt dieses Phänomen nicht: Man antwortet einfach viel lieber schnell auf eine SMS oder Whatsapp-Nachricht, als auf die lange "Neujahresglückwünsche E-Mail" der Cousine 5. Grades zu antworten.
Ungefähr so sieht die ganze Sache nämlich für mich aus. Einen Blog-Post zu schreiben bedeutet nämlich Arbeit...
Man muss ersteinmal gucken über was man schreibt, weil für mich viele Sachen total uninteressant erscheinen, obwohl es gerade die Sachen sind, die für den Leser interessant wären. Dann muss man, einfach der Form halber, den Blog-Post auch auf eine gewisse Länge bringen. Nicht, dass man die Hälfte einfach mit unnötigen Details vollpackt, aber man muss sich vorher überlegen, wie viel es über das Thema zu erzählen gibt und wie detailreich man dies jetzt aufschreibt, um den Text auf eine gute Länge zu bringen, ohne jedoch langweilig zu werden. Ob es letztendlich auch gelingt ist eine andere Sache...
Ein weiterer Punkt ist wie gesagt die Rechtschreibung und Grammatik. Da dies ein öffentlicher Blog ist sollte man dort also schon Wert drauf legen. Es würde jedoch im Schreibfluss stören, wenn man alle 5 Sätze überlegen muss, ob man dort nun das Komma setzt oder nicht, guckt man sich das ganze also noch einmal im Nachhinein an, um so viele Fehler, wie möglich auszumerzen. Mal ganz davon abgesehen, dass es durch die immer wieder gesprochene Fremdsprache oft schwierig ist sich an bestimmte Regeln und Wörter zu erinnern.
Fotos ! Der nächste Punkt, der verursacht, dass immer wieder Überwindung benötigt wird endlich den Blog-Post zu schreiben. Man macht sich natürlich vorher Notizen wovon man am besten Fotos verwendet, die gut zum Thema passen. Hier leider das Problem ich mache selber sehr wenige Fotos, da andere genug Fotos machen und ich selbst lieber den Moment genieße. Das Problem ist diese Fotos dann wieder zusammenzusammeln ist oft schwieriger als man denkt, noch dazu als gerade frisch gezwungener facebook-User, der mehr mit den Privatsphäre-Einstellungen beschäftigt ist, als damit wie man andere Leute findet, anschreibt und nach den Fotos fragt. Auf direktem Wege ist dies in Uruguay auch nicht so einfach... jemanden einen USB-Stick mitzugeben, damit er dir die Fotos daraufspielen kann, aber zwei Wochen später einen leeren USB-Stick wiederzubekommen...ist eine Kunst für sich.

Aus diesen Gründen ist es immer wieder eine solche Überwindung einen Blog-Eintrag zu schreiben, die meistens damit endet, dass ich ihn, wie man unschwer verkennen konnte, letztendlich doch nicht geschrieben habe. Ich bestreite nicht, dass es hier vor Ort AUCH an der kulturellen Anpassung "Faulheit" liegt, aber es ist definitiv nicht der einzige Grund.

Gerade jetzt, wo ich viel nachzutragen habe, erscheint es wie ein Berg von Formularen den man auszufüllen hat und da man die letzten Monate nicht wirklich "gearbeitet" hat und auch nicht in der Arbeit-Stimmung ist erscheint es umso schwerer.

Trotzdem lieben Gruß
Yunis :D

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